Kashina Kenjutsu Berlin

Der Weg des Kriegers

Ganzheitliche Entwicklung


Ursprünglich diente das Training dazu, den Samurai auf den Kampf in der Schlacht vorzubereiten. Als System des Bujutsu (Kriegs- bzw. Kampftechniken) stand der „Sieg“ über einen “Gegner” im Fokus der Praxis. Allerdings ging es auch in den Trainingsmethoden des Bujutsu nicht allein um physische Stärke. Die Meister erkannten, dass wahre Stärke nur bei gleichzeitiger Entwicklung der mentalen Fähigkeiten möglich ist. Letzt endlich ist es das eigene Ego, das es zu überwinden gilt.

In diesem Sinne kann auch die Niederlage im Kampf zu einem Erfolg über sich selbst werden. Durch die andauernde Übung und Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen, wird Bujutsu (Technik des Kämpfens) zu Budo (Weg des Kriegers).

Das eigene Potential entdecken


Heutzutage hat das Schwert seine Bedeutung als Waffe längst verloren. Die damit verbundenen Tugenden wie Aufrichtigkeit, Mut und Entscheidungskraft haben jedoch nach wie vor ihre Gültigkeit.
Dem entsprechend geht es im heutigen Kenjutsu-Training darum das eigene Potential auf mentaler und physischer Ebene zu entwickeln und auszuschöpfen. Die Kriegstechnik hat sich in den „Weg des Kriegers“ gewandelt und damit zu einer Methode der Persönlichkeitsentwicklung.

Der Weg des Schwertes

Kashima opening

Kenjutsu bezeichnet keinen spezifischen Stil, sondern ist ein Sammelbegriff, der alle japanischen Schwertkampfformen umfasst. Übersetzt bedeutet er soviel wie Schwert (Ken) Technik (jutsu). In diesen klassischen Kenjutsu-Schulen (Ryu), deren Tradition oft mehrere hundert Jahre zurückreicht, gibt es keine sportlichen Wettkämpfe. Im Gegensatz zum modernen Kendo wird ohne Schutzrüstung mit dem Bokken (Holzschwert), dem Fukuru Shinai (Bambusschwert) oder dem Iaito (stumpfes Stahlschwert) trainiert.

Bei uns im Dojo am Gleisdreieck wird das Kenjutsu der “Kashima no Tachi” nach Meister Minoru Inaba vom Shiseikan Dojo in Tokyo unterrichtet. Wir sind Mitglied in der ISBA (International Shiseikan Budo Association).

Training für Körper und Geist


Im Mittelpunkt des Trainings steht die intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des eigenen Körpers und der Handhabung des Schwertes. Hat man ein gewisse Vertrauen im Umgang mit dem Holzschwert gewonnen kommen zum Einzeltraining auch Partnerübungen hinzu. In den sogenannten Katas sind die Prinzipien und Strategien der Schule enthalten. Durch das kontinuierliche Üben der Katas entwickelt man nach und nach ein Gefühl für den korrekten Abstand, das ideale Timing sowie für einen angemessenen Kraftaufwand. Es geht darum, intuitiv anwenden zu können, was man im Training geübt hat.

Kontinuierliche Auseinandersetzung mit sich selbst


Auch schon zu Zeiten, als die Samurai noch Ihr Können auf dem Schlachtfeld oder in Duellen unter Beweis stellen mussten, war das Üben der Kata eine Methode des risikoarmen Trainings. Die genau festgelegten Bewegungsabläufe der Kata sind alles andere als tote Formen. Ein stupides Wiederholen der auswendig gelernten Schritte und Schläge führt zu nichts. Die Kata muss jedes Mal von Neuem entdeckt und mit Leben gefüllt werden. Nur so ist es möglich über die Jahre immer wieder neue Aspekte zu entdecken und sich selbst weiter zu entwickeln.

Heutzutage, wo das Regulativ des „echten“ Kampfes fehlt, ist es für den Schwertschüler umso wichtiger sich den Katas mit ganzer Hingabe zu widmen und das eigene Können immer wieder zu hinterfragen.

Mit Kenjutsu beginnen

Kashima opening

Der Einstieg ins Kenjutsu ist jederzeit möglich. Vorkenntnisse oder eine besondere körperliche Fitness sind nicht erforderlich. Die notwendigen Fähigkeiten werden im regelmäßigen Training erworben und sind für jeden erreichbar.

Was braucht es um mit Kenjutsu anzufangen?


Voraussetzung ist lediglich der Wille, sich mit sich selbst auseinander zu setzten und zu akzeptieren, dass das es Zeit braucht um die Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Hat man sich erst mal darauf eingelassen, wird man feststellen das genau darin der Reiz liegt.

Probetraining


Neueinsteiger sind immer willkommen, im Basistraining am Dienstag und Freitag für eine unverbindliche Probestunde vorbei zu kommen. Ein Übungsschwert kann für die Anfangszeit vom Dojo ausgeliehen werden. #Kenjutsu Trainingszeiten

In regelmäßigen Abständen finden außerdem Intensivkurse für Anfänger statt. Einsteigern bieten diese Kurse die Möglichkeit das Kenjutsu kennenzulernen.