Kenjutsu, die traditionelle japanische Schwertkunst, ist körperlich und mental fordernd. Das Training mit dem Schwert verlangt Präzision, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, im Moment zu sein. Was historisch als Kampfkunst entwickelt wurde, dient heute der persönlichen Entwicklung – Klarheit und Fokus, die über das Dojo hinausgehen.
Kashima-no-Tachi – Eine seltene Tradition
Kenjutsu bezeichnet keinen spezifischen Stil, sondern ist ein Sammelbegriff, der alle japanischen Schwertkampfformen umfasst. Übersetzt bedeutet er so viel wie „Schwert“ (Ken) und „Technik“ (Jutsu). In den klassischen Kampfkunstschulen, deren Tradition oft mehrere hundert Jahre zurückreicht, gibt es keine sportlichen Wettkämpfe.
Im Dojo am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg unterrichten wir Kashima-no-Tachi, in der Linie von Meister Minoru Inaba (Shiseikan-Dojo, Tokio). Max Eriksson Ohlwein reist seit 2006 regelmäßig nach Tokio, um direkt bei Meister Inaba und von ihm ausgebildeten Lehrern zu lernen.
Das Kashima-no-Tachi ist in Europa nur wenig verbreitet. Max Eriksson Ohlwein gehört zu den wenigen Lehrern außerhalb Japans, die diese Tradition authentisch weitergeben – und unterrichtet sie hier in Berlin-Kreuzberg. Für unsere Schüler:innen bedeutet das traditionell authentischen Unterricht, so wie er auch im Shiseikan in Tokio stattfindet.
Wir sind Mitglied in der ISBA (International Shiseikan Budo Association).
Kenjutsu & Aikido
Das Kenjutsu und Aikido folgen in vielen Aspekten den gleichen Prinzipien. Beide Disziplinen ergänzen sich gegenseitig und werden bei uns im Dojo parallel unterrichtet. Mehr zum Training findest du auf der Seite Aikido Berlin.
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Mehr InformationenAltes Wissen für die heutige Zeit
Im Mittelpunkt des Trainings steht die intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des eigenen Körpers und der Handhabung des Schwertes. Zu Beginn lernst Du die grundlegenden Schnitte, den Stand und die Körperhaltung in Einzelübungen mit dem Bokken, dem Holzschwert.
Hat man ein grundlegendes Vertrauen im Umgang mit dem Bokken, dem Holzschwert, kommen Partnerübungen hinzu. In den sogenannten Katas (japanisch: Formen) entwickelst Du ein Gefühl für Distanz, Timing und den angemessenen Krafteinsatz. Diese festgelegten Bewegungsabläufe, die du immer wieder übst und vertiefst, sind keine starren Formen, sondern werden mit jeder Wiederholung neu entdeckt.
Das Training ist geprägt von einem ständigen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung. Auch kleine Ungenauigkeiten in der Bewegung macht das Schwert sofort sichtbar – es erfordert volle Präsenz. Mit der Zeit lernst Du, intuitiv anzuwenden, was Du im Training geübt hast.
Praktische Informationen
Trainingszeiten: Donnerstag, 19:30–21:00 Uhr: Kenjutsu Basis (auch für Anfänger ohne Vorkenntnisse). Dienstag, 19:30–21:00 Uhr: Kenjutsu Kata (mit Grundkenntnissen)
Was brauchst du? Für das erste Training: Bequeme Sportkleidung. Das Übungsschwert (Bokken) stellen wir zur Verfügung.
Einstieg: Der Einstieg ist ohne Vorkenntnisse oder besondere körperliche Fitness möglich. Die notwendigen Fähigkeiten werden im regelmäßigen Training erworben und sind für alle erreichbar.
Probetraining Eine kostenlose Probestunde kannst du über das Kontaktformular unter Anmeldung vereinbaren.
Kosten: Die monatliche Mitgliedschaft nur Kenjutsu kostet 70 € für Berufstätige (ermäßigt 60 €). Darin enthalten: unbegrenzter Zugang zu allen Kenjutsu-Trainings, zweimonatlich kündbar. Alle Infos unter Anmeldung.