Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die auf Verteidigung statt Angriff basiert. Du lernst, die Energie eines Angriffs aufzunehmen und umzuleiten – nicht durch Kraft gegen Kraft, sondern durch präzise Bewegung, Durchlässigkeit und Timing.
Aikido fördert Körperbewusstsein, Konzentration und die Fähigkeit, in Drucksituationen handlungsfähig zu bleiben.
Das erwartet dich im Aikido
Jedes Training beginnt mit einer kurzen Meditation, Atemübungen und Erwärmung. Gelenke und Muskulatur werden gestärkt und mobilisiert. Danach folgen die grundlegenden Techniken: Würfe, Hebel, Haltetechniken. Wir üben paarweise mit wechselnden Partner:innen.
In der Fallschule geht es darum, sicher zu Boden zu gehen, zu rollen und später auch zu fallen. Dies ist die Grundlage, um intensiv und dynamisch üben zu können. Nach und nach lernen wir auf unterschiedliche Angriffe zu reagieren. Das geht vom Greifen über Schlagen bis hin zu Angriffen mit Messer, Stock und Schwert. So entsteht mit der Zeit ein Gefühl für Distanz, Timing und Körpermechanik.
Aikido kennt keinen Wettkampf, es geht darum, den Kampf zu beenden. Man übt nicht gegen jemanden, sondern mit jemandem.
Training für alle Erfahrungslevel
In den Basisstunden liegt der Fokus auf der Fallschule und den grundlegenden Techniken. Das Übungstempo ist ruhig, und es gibt viel Raum für individuelle Korrektur. Hier können auch Menschen ohne Vorkenntnisse teilnehmen.
Mit mehr Erfahrung wird das Training zunehmend dynamischer, die Techniken komplexer. Um an den Stunden für alle Levels teilzunehmen, sollte die Rückwärtsrolle aus unterschiedlichen Aikido-Techniken sicher sein. In der Regel ist das nach ca. 4 Monaten der Fall. Für die dynamischen Trainings ist es wichtig, die Vorwärtsrolle gut zu beherrschen und mit den Grundtechniken vertraut zu sein. Je nach Trainingshäufigkeit sind unsere Schüler:innen nach ca. 10-12 Monaten so weit.
In jedem Training üben unterschiedliche Erfahrungslevel miteinander. So machen Anfänger:innen schneller Fortschritte und die Fortgeschrittenen vertiefen ihr Verständnis, da sie in ihren Bewegungen sehr klar sein müssen.

Aikikai-Zugehörigkeit & Stil
Im Dojo am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg unterrichten Ulrike Serak Shihan (7. Dan Aikikai) und Max Eriksson Ohlwein (6. Dan Aikikai). Sie folgen der Aikido-Linie von Christian Tissier Shihan (8. Dan Aikikai), einem der führenden Aikido-Lehrer weltweit.
Das Training bei uns ist technisch präzise, körperlich und mental fordernd. Wir legen Wert auf klare Grundlagen, die die Voraussetzung sind, um sich im Aikido frei bewegen zu können.
Seit der Gründung im Jahr 2000 sind wir Teil der Aikido Föderation Deutschland e.V., des deutschen Verbands der Aikikai-Linie. Ulrike und Max sind Mitglieder im Grading Committee und damit prüfungsberechtigt bis zum 4. Dan Aikikai. Alle Graduierungen sind von der Aikikai Foundation anerkannt – der internationalen Aikido-Organisation mit Sitz in Tokio.
Aikido & Kenjutsu
Aikido und Kenjutsu folgen in vielen Aspekten den gleichen Prinzipien. Beide Disziplinen ergänzen sich gegenseitig und werden bei uns im Dojo parallel unterrichtet. Mehr zum Schwerttraining findest du auf der Seite Kenjutsu.
Mehr über uns, das Training und die Gemeinschaft findest du auf der Seite Aikido Berlin.
Praktische Informationen
Trainingszeiten: Alle Trainingszeiten für Anfänger:innen und Fortgeschrittene findest du im Stundenplan.
Das brauchst du: Für das erste Training: Bequeme Sportkleidung. Wir trainieren barfuß. Schmuck sollte abgelegt werden.
Einstieg: Der Einstieg ist ohne Vorkenntnisse oder besondere körperliche Fitness möglich. Eine kostenlose Probestunde kannst du über das Kontaktformular auf der Anmeldeseite vereinbaren.
Kosten: Die monatliche Mitgliedschaft kostet 95 € für Berufstätige (ermäßigt 75 €). Darin enthalten: unbegrenzter Zugang zu allen Aikido-Trainings, zweimonatlich kündbar. Alle weiteren Infos unter Anmeldung.