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Aikido für Kinder & Jugendliche

Körperbewusstsein und Konzentrationsfähigkeit stärken

Meine früheren Erfahrungen als Sportlehrerin an der Schule und als Aikido-Lehrerin heute im Dojo zeigen, dass es Kindern zunehmend schwerfällt, Bewegungen zu koordinieren und sich harmonisch zu bewegen. Auch sind Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme weit verbreitet. Es ist offensichtlich, dass ein eklatanter Bewegungsmangel von klein auf zu einem Verlust der Körperwahrnehmung und der Motorik führt. Die obligatorischen zwei bis drei Sportstunden wöchentlich können das Bewegungsdefizit nicht ausgleichen.

Ohne soziale und sprachliche Barrieren

Die elementaren Bewegungen des Aikido überwinden alle sozialen und sprachlichen Barrieren und haben dadurch eine integrative Wirkung. Durch die Betonung des partnerschaftlichen Übens, bei dem es keinen Wettkampf gibt, werden in einem „konkurrierenden Miteinander“ Aggressionen abgebaut.

Jeder, der Kinder hat oder mit Kindern umgeht, weiß, wie stark die körperliche, geistige und seelische Entwicklung Hand in Hand gehen und nicht voneinander trennbar sind. Jeder Lernprozess auf körperlicher Ebene bringt auch einen mentalen und psychischen Wachstumsprozess mit sich.

Partnerschaftliches Üben ohne Wettkampf

Im Aikido können die Kinder mit ihren Bewegungsmöglichkeiten experimentieren, neue Bewegungen ausprobieren und in ihr Repertoire integrieren. Dadurch wird die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder verbessert und das Körperbewusstsein positiv beeinflusst. Dies wirkt sich nicht nur auf Fitness und Gesundheit aus, sondern fördert auch die geistige und psychische Entwicklung.

Hinzu kommt, dass die elementaren Bewegungen des Aikido alle sozialen und sprachlichen Barrieren überschreiten und dadurch eine integrative Wirkung haben. Durch die Betonung des partnerschaftlichen Übens, bei dem es keinen Wettkampf gibt, werden in einem „konkurrierenden Miteinander“ Aggressionen abgebaut.

Aikido für Kinder von 4 bis 6 Jahren

Endlich gibt es in unserem Dojo auch ein Angebot für Kinder von 4 bis 6 Jahren. In kleinen Gruppen werden in spielerischer Form vielfältige Bewegungsmöglichkeiten erprobt und erweitert.

Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Beweglichkeit, Koordination, und Gleichgewichtssinn. Es werden außerdem die motorischen Grundlagen für ein späteres Aikido-Training oder andere sportliche Aktivitäten gelegt.

In kleinen Gruppen entdecken die Kinder spielerisch die Möglichkeiten ihres Körpers. Aikido-Techniken stehen in diesem Alter noch nicht im Mittelpunkt. Stattdessen fördern wir Beweglichkeit, Koordination, und Gleichgewichtssinn – wichtige motorische Grundlagen für ein späteres Aikido-Training oder andere Sportarten.

Aikido für Kinder ab 6 Jahren

Im Kindertraining ab 6 Jahren beginnt man mit einfachen Aikido-Techniken und den Grundlagen der Fallschule. Mit zunehmendem Alter können auch kompliziertere Aikido-Techniken geübt werden.

Eine besondere Herausforderung für die Kinder ist jetzt das partnerschaftliche Üben. Die Kinder lernen, sich sowohl auf die Übung als auch auf den Übungspartner zu konzentrieren und sich die Bewegungen gemeinsam zu erarbeiten.

Ab sechs Jahren beginnen wir mit einfachen Aikido-Techniken und den Grundlagen der Fallschule. Ältere Kinder lernen nach und nach auch komplexere Aikido-Techniken. Eine besondere Herausforderung und zugleich ein wichtiger Lernschritt ist jetzt das partnerschaftliche Üben: Die Kinder lernen, sich aufeinander einzulassen und die Bewegungen gemeinsam zu erarbeiten.

Aikido für Jugendliche ab 12 Jahren

Aikido ist aus den traditionellen Kampftechniken der Samurai entstanden und hat sich zu einer modernen Form der Selbstverteidigung entwickelt. Nicht das Angreifen steht im Vordergrund, sondern die Verteidigung gegen einen Angriff.

Das Jugendtraining ähnelt bereits in vielen Aspekten dem Erwachsenentraining und bereitet den Übergang vor. Wir setzen uns intensiv mit den Katas auseinander und lernen, sicher zu fallen, ohne uns zu verletzen – eine wichtige Grundlage für das dynamische Üben. Außerdem beschäftigen wir uns mit den Grundprinzipien des Aikido und lernen, mit Angriffen angemessen und ohne Aggression umzugehen. Neben den Techniken ohne Waffen gehört auch der Umgang mit Stock und Schwert regelmäßig zum Training.

Das Prinzip des Aikido ist es, die Energie des Angriffs zu benutzen und in eine andere Richtung umzulenken, ohne dass der Angreifer verletzt wird. Man lernt zwar auch in anderen Kampfsportarten, Angriffe abzuwehren, in der Regel will man dann den Angreifer aber „besiegen“.

Im Aikido gibt es keine Gewinner und Verlierer. Am Ende sind Angreifer und Verteidiger gewissermaßen versöhnt. Die Haltung, die im Aikido zum Ausdruck kommt, ist also nicht aggressiv kämpferisch, sondern aktiv-friedfertig. Man lernt, mit Aggressionen umzugehen und auf einen Angriff angemessen zu reagieren.

Dynamisches Üben setzt eine sichere Fallschule voraus

Die Aikido-Techniken sind dynamisch und bei korrekter Ausführung sehr wirkungsvoll. Es ist daher wichtig, sich mit den Techniken (Katas) gründlich auseinanderzusetzen, um Fortschritte zu machen. Auch muss der Angreifer in der Lage sein, aus jeder Situation sicher zu fallen, ohne sich zu verletzen. Die Fallschule und Kräftigungsübungen sind daher eine wichtige Voraussetzung, um Aikido in seiner dynamischen Form üben zu können.

Üben mit Stock und Schwert

Neben den Techniken ohne Waffen ist der Umgang mit Stock und Schwert auch regelmäßiger Bestandteil des Aikido. Das Training mit den traditionellen Waffen der Samurai sorgt für eine gute Körperhaltung, schult die Aufmerksamkeit und das Timing.